Wie alles begann...

In Kalkuttas Rotlichtvierteln leben 300.000 Straßenkinder.

Sie hausen auf dem Gehsteig, müssen betteln um zu überleben und werden oft zur Kinderarbeit oder Prostitution verkauft. Ein Kinderleben kostet nicht mehr als 10€.

1994 wird Xavier Raj Arul Augenzeuge, wie ein 13jähriges Mädchen in den Slums zur Prostitution verkauft wird. Er beschließt, sein Leben und seine Arbeit den Straßenkindern von Kalkutta zu widmen und nimmt zunächst 29 obdachlose Kinder in zwei Lehmhütten auf. Tag für Tag geht er von Tür zu Tür, um begüterte Inder um Spenden zu bitten. Doch die spärlichen Zuwendungen reichen nicht, um seine Kinder zu ernähren.

Nach einer zufälligen Begegnung mit Xavier Raj gründet die Wiener Psychotherapeutin DDr. Gerhild Tanew mit Mag. Marlies Steinbach im Jahr 2002 den Verein „Zukunft für Kinder – ZUKI“. Heute führen Ö3-Moderatorin Claudia Stöckl und Marlies Steinbach den Verein.

Aktuell werden 260 Straßenkinder in zwei großen Kinderheimen und zwei Nebengebäuden betreut, bekommen Schul- und Berufsausbildung und damit die Chance auf eine menschenwürdige Zukunft.

„Sie sollen eine Chance bekommen…..“

Xavier Raj Arul studierte Theologie und Philosophie in Madras. Der heute 50jährige arbeitete bis 1994 bei Mutter Teresa und pflegte die Ärmsten der Armen in den Slums von Kalkutta.

„Ich wollte aber vor allem nachhaltige Hilfe leisten. Kindern ein Zuhause und Schulbildung zu geben, bildet das Fundament für ihr gesamtes weiteres Leben“, so Xavier Raj.

„Wir alle tragen Verantwortung für sozial Schwächere. Die Kinder leben wie Tiere auf der Straße, betteln und stehlen. Oft ruft die Polizei an und gibt herrenlose Menschenbündel ab. Viele sind Waisen oder Kinder von Prostituierten, die sie nicht mehr ernähren können. Sie sollen zumindest die Chance bekommen, ihre Talente zu entfalten und ein Leben in Würde zu führen.“

1998 gründete Xavier die karitative Organisation "Missionaries of the Word".